Wie beginnt man mit GEO, wenn man sauber anfangen will?
GEO & SEO beginnen mit einer überprüfbaren Frage.
Was ist GEO – und ist das etwas anderes als SEO?
Der Begriff „Generative Engine Optimization“ wurde 2023 in einer Forschungsarbeit formalisiert und 2024 auf der KDD veröffentlicht. Gemeint sind Maßnahmen, die die Sichtbarkeit von Quellen in Antworten generativer Suchsysteme verbessern sollen.
Für Google ist die Abgrenzung aktuell deutlich kleiner, als der neue Begriff vermuten lässt: Die generativen Funktionen der Google-Suche bauen auf dem Suchindex sowie den etablierten Ranking- und Qualitätssystemen auf. Google bezeichnet die Optimierung dafür weiterhin als SEOSEOSuchmaschinenoptimierung (SEO) umfasst Maßnahmen, die Webseiten für Suchmaschinen technisch zugänglich und für Suchende hilfreich machen.Im WiKI weiterlesen →. Für schmittAInander behandeln wir GEO deshalb als Mess- und Beobachtungsebene auf einer soliden SEO-Basis – nicht als Ersatzdisziplin.
Quelle: Aggarwal et al., „GEO: Generative Engine Optimization“
Quelle: Google Search Central, Leitfaden zu generativer KI in der Suche
Was muss technisch funktionieren, bevor Inhalte überhaupt berücksichtigt werden können?
Die Grundvoraussetzungen sind unspektakulär: Seiten müssen öffentlich erreichbar, crawlbar, indexierbar und für die Darstellung eines Snippets geeignet sein. Saubere Statuscodes, interne Links, eine Sitemap, mobile Nutzbarkeit und eine verständliche Informationsarchitektur bleiben klassische SEO-Arbeit.
Bei ChatGPT Search kommt eine systemspezifische Entscheidung hinzu: OpenAI trennt den Such-Crawler OAI-SearchBot vom Trainings-Crawler GPTBot. Eine Website kann den Suchzugriff erlauben und das Training separat ausschließen. Für Google existiert diese Trennung in dieser Form nicht; dort gelten die Googlebot- und Vorschau-Einstellungen.
Quelle: Google Search Central, AI Features and Your Website
Quelle: OpenAI, Overview of OpenAI Crawlers
Wie müssen Antworten aufgebaut sein, damit eine KI sie versteht?
Es gibt keine offizielle Zauberformel. Google sagt ausdrücklich: Inhalte müssen weder in künstlich kleine Textstücke zerlegt noch in einer speziellen „KI-Sprache“ geschrieben werden. Auch eine ideale Seitenlänge gibt es nicht.
Unsere Praxisregel lautet trotzdem: Eine Seite beantwortet zuerst die konkrete Frage, trennt anschließend Definition, Beleg, Einordnung und Grenzen und verwendet klare Zwischenüberschriften. Das ist keine geheime GEO-Technik – es macht Inhalte für Menschen prüfbar und für unterschiedliche Systeme leichter referenzierbar.
- Frage oder Problem klar benennen.
- Kurze Kernantwort früh geben.
- Behauptungen mit erreichbaren Primärquellen verbinden.
- Beobachtung, Test und Beleg sichtbar unterscheiden.
- Datum, Autor und Änderungsstand zeigen.
Quelle: Google Search Central, Mythbusting und Content-Empfehlungen
Helfen Zitate, Zahlen und Quellen wirklich bei der Sichtbarkeit?
Die ursprüngliche GEO-Studie testete unterschiedliche Eingriffe in einem eigenen Benchmark. Methoden wie Quellenzitate, Zitate und Statistik-Ergänzungen verbesserten dort je nach Domäne die gemessene Sichtbarkeit; die Autoren berichten Spitzenwerte von bis zu 40 Prozent. Das ist ein Ergebnis unter definierten Versuchsbedingungen – kein universeller Rankingfaktor und keine Erfolgsgarantie für reale Systeme.
Für diese Website verwenden wir Quellen deshalb nicht als Dekoration, sondern zur Überprüfbarkeit. Eine Zahl ohne Kontext wird nicht „GEO-stärker“, nur weil sie präzise aussieht.
Brauchen wir llms.txt, besonderes Schema oder viele künstliche FAQ-Seiten?
Google Search ignoriert llms.txt und fordert weder besonderes KI-Markup noch ein spezielles Schema. Strukturierte Daten können für klassische Rich Results sinnvoll sein, müssen aber zum sichtbaren Seiteninhalt passen. Künstlich vervielfachte Seiten für jede mögliche Frage widersprechen außerdem dem Anspruch an hilfreiche, eigenständige Inhalte.
Ob andere Dienste künftig ein zusätzliches Format sinnvoll verwenden, wird getrennt beobachtet. Wir bauen die Relaunch-Basis nicht auf ein unbestätigtes Protokoll.
Quelle: Google Search Central, Mythbusting
Quelle: Google Search Central, Succeeding in AI Search
Welche Rolle spielen Autor, Erfahrung und Reputation?
Belegt ist: Google empfiehlt hilfreiche, verlässliche, menschenorientierte und eigenständige Inhalte sowie klare Informationen darüber, wer einen Inhalt erstellt hat. Eigene Tests, nachvollziehbare Erfahrung und ein erkennbarer Standpunkt schaffen den Mehrwert, den eine bloße Zusammenfassung nicht bietet.
Unsere Hypothese lautet: Eine konsistente Zuordnung von Person, Projekt, Methode und Quellen erleichtert auch generativen Systemen die Einordnung. Ob dies bei einem konkreten Anbieter tatsächlich eine Zitierung auslöst, ist nicht öffentlich dokumentiert und wird daher nur beobachtet.
Quelle: Google Search Central, Helpful, Reliable, People-First Content
Wie messen wir, ob GEO funktioniert?
Wir kombinieren Plattformdaten mit reproduzierbaren Beobachtungen. Google stellt inzwischen einen Bericht zur Performance in generativen Suchfunktionen in der Search Console bereit. Bing Webmaster Tools zeigt in der öffentlichen Vorschau unter anderem Gesamtzitate, zitierte Seiten und sogenannte Grounding Queries für Microsoft-Copilot- und Bing-Erlebnisse. ChatGPT-Verweise lassen sich laut OpenAI über utm_source=chatgpt.com in Analytics erkennen.
Zusätzlich testen wir einen festen Fragensatz manuell. Dabei werden System, Modell oder Oberfläche, Datum, exakte Frage, Antwort und zitierte URLs festgehalten. Ein einzelner Treffer beweist nichts; erst wiederholte Veränderungen gegenüber der Baseline sind ein belastbares Signal.
Quelle: Google Search Central, Messung
Quelle: Bing Webmaster Blog, AI Performance
Quelle: OpenAI, Publishers and Developers FAQ
Wie sieht der konkrete Versuch für schmittAInander aus?
Vor dem Launch erfassen wir die technische Baseline und einen festen Satz von Fragen. Danach veröffentlichen wir eine schlanke, intern verlinkte Website mit zwei belegten Magazinbeiträgen, dieser Interviewseite, einem KI-Wissen-Verzeichnis und transparenten Rollenangaben. Dieselben Fragen werden nach 14, 30 und 60 Tagen erneut geprüft.
Änderungen am Inhalt, an Metadaten, Crawl-Regeln oder internen Links werden mit Datum protokolliert. So lässt sich wenigstens nachvollziehen, was zwischen zwei Messpunkten verändert wurde – auch wenn eine kausale Wirkung wegen externer Systemänderungen nie vollständig bewiesen werden kann.
Was wäre ein ehrliches Ergebnis, wenn die Seite nicht zitiert wird?
Dann ist „keine beobachtbare Zitierung im Testzeitraum“ das Ergebnis. Nicht jede relevante Seite wird indexiert, ausgespielt oder von einem generativen System ausgewählt. Auch Google weist ausdrücklich darauf hin, dass technische Eignung keine Aufnahme oder Darstellung garantiert.
Ein Nullergebnis ist kein Scheitern der Dokumentation. Es verhindert nur, dass aus Einzelfällen ein Erfolgsversprechen gebaut wird.